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Chronische myeloische Leukämie


Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist eine seltene bösartige Erkrankung, die von den Blutstammzellen im Knochenmark ausgeht und zu einer überschießenden Vermehrung weißer Blutkörperchen führt (leukos(gr.)=weiss). Das gesunde Knochenmark wird allmählich verdrängt. Durch die Abnahme der Bildung gesunder Blutzellen kommt es langfristig zu einem Zusammenbruch des blutbildenden Systems.

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Ursache

Der chronischen myeloischen Leukämie (CML) liegt eine genetische Veränderung in den weißen Blutkörperchen zugrunde – das Philadelphia-Chromosom. Diese Veränderung führt zu der, für die CML typische, unkontrollierten Vermehrung der weißen Blutzellen (Leukozyten). 

Als Risikofaktoren für die Entstehung der Erkrankung gelten ionisierende Strahlen, gewisse chemische Verbindungen wie Benzol und auch bestimmte Medikamente (Chemotherapie, Immunsuppression).
Die CML gehört zu den seltenen Erkrankungen mit ein bis zwei Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern/Jahr. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten erfolgt die Erstdiagnose zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

Symptome

Unspezifischer Beginn

Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, Gewichtsverlust oder Fieber. Bei weiterem Fortschreiten kommt es zur Vergrößerung von Leber und Milz mit Druckgefühl im Oberbauch.

Die drei Phasen der CML:

  • Die chronische Phase
  • Die akzelerierte Phase
  • Die Blastenphase

Mit steigender Leukozytenzahl und zunehmender Beeinträchtigung des Knochenmarks und der regulären Blutbildung verschlechtert sich der Allgemeinzustand. Anhaltendes Fieber und eine Verschlechterung des Blutbildes sind Hinweise auf ein Fortschreiten der Erkrankung.
 Nach langem chronischen Verlauf geht die Erkrankung schließlich in eine akute, lebensbedrohliche Phase über.