Kopfbereich

Zusatznavigation

Canemes


Nabilon

  • Erweiteter Inhalt für eingeloggte Fachkreis-Mitglieder.
    Öffentlicher Inhalt. Für erweiterten Fachkreis-Inhalt bitte anmelden.
    Kurzinfo
  • Erweiteter Inhalt für eingeloggte Fachkreis-Mitglieder.
    Öffentlicher Inhalt. Für erweiterten Fachkreis-Inhalt bitte anmelden.
    Detailinfo
  • Erweiteter Inhalt für eingeloggte Fachkreis-Mitglieder.
    Öffentlicher Inhalt. Für erweiterten Fachkreis-Inhalt bitte anmelden.
    Fachkreise

Canemes® enthält den Wirkstoff Nabilone, eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Gruppe derCannabinoide (Inhaltsstoff der Hanfpflanze). Canemes® verhindert Übelkeit und Erbrechen bei Patienten unter Chemotherapie (CINE) für bösartige Gewebsneubildungen und wird eingesetzt, wenn andere Medikamente nicht entsprechend wirken. 

Ursache

Viele unverzichtbare Zytostatika führen in hohem Maße zu Übelkeit und Erbrechen. Die meisten Patienten erhalten daher vorbeugend vor einer emetogenen Chemotherapie Medikamente zur Vermeidung oder Unterdrückung dieser schweren, durch die Zytostatika verursachten Nebenwirkungen.

Symptome

Erbrechen ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers. Durch Erbrechen kann der Körper Giftstoffe, die in den Magen gelangt sind, schnell ausscheiden. Vorbote des Erbrechens ist meist die Übelkeit. Allerdings kann Übelkeit auch ohne Erbrechen auftreten. 

Diagnose

Beim chemotherapeutischbedingten Erbrechen unterscheidet man verschiedene Formen:   

  • Akutes Erbrechen: innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Chemotherapie
  • Verzögertes Erbrechen: später als 24 Stunden nach der Chemotherapie
  • Antizipatorisches Erbrechen: Psychisch bedingtes, erlerntes Erbrechen.  

Alle Formen können sowohl gemeinsam als auch isoliert vorkommen.
Das akute Erbrechen ist unbehandelt am häufigsten. Je nach Chemotherapie kann es kurz nach der Chemotherapie einsetzen, aber auch erst Stunden später. Ohne Behandlung kann es in Abhängigkeit von der Emetogenität der Chemotherapie zu vielen Brechepisoden innerhalb kurzer Zeit kommen. 

Verzögertes Erbrechen beginnt erst am Tag nach der Chemotherapie, also in einer Phase in der der Patient keine cytostatische Therapie erhält. Dies ist natürlich besonders unangenehm, da sich der Patient im Glauben wähnt, die Therapie abgeschlossen zu haben und keine weiteren akuten Nebenwirkungen ertragen zu müssen. Verzögertes Erbrechen tritt besonders häufig dann auf, wenn man auch unter akutem Erbrechen gelitten hat. 

Antizipatorisches Erbrechen beruht auf negativen Erfahrungen bei einer vorausgegangenen Therapie. Man verbindet einen Gedanken, Geruch oder den Anblick des Krankenhauses mit Erbrechen und muss sich dann tatsächlich übergeben, obwohl man noch gar keine erneute Chemotherapie bekommen hat. 

Therapie

Die moderne antiemetische Therapie besteht heute aus drei Medikamentenklassen, die je nach Bedarf bzw. emetischem Risiko  miteinander kombiniert werden

Serotonin-Rezeptor-Antagonisten
Einen Baustein der Behandlung bilden seit Anfang der 1990iger Jahre die sogenannten Serotonin-Rezeptor-Antagonisten. Sie blockieren die vorher erwähnten Serotonin-Rezeptoren, die bei der Auslösung des Erbrechensreflexes eine wichtige Rolle spielen. Serotonin-Rezeptor-Antagonisten wirken gegen die Übelkeit und das Erbrechen am Tag der Chemotherapie

Neurokinin-Rezeptor-Antagonisten
Eine weitere Klasse von Medikamenten sind die sogenannten Neurokinin-Rezeptor-Antagonisten. Sie blockieren die Wirkung des Neurotransmitters Substanz P. Ihr Einsatz erfolgt bei hoch und moderat emetogener Chemotherapie sowohl in der akuten Phase des Erbrechens als Kombination mit Serotonin-Rezeptor-Antagonisten und Steroiden, als auch in der verzögerten Phase, in der es in aller Regel nur zusammen mit Steroiden gegeben wird. 

Steroide
Unter dem Überbegriff „Steroide“ versteht man Kortisonabkömmlinge, die in Kombination mit anderen Antiemetika deren Wirkung verstärken. Wenn die zuvor genannte „Standardtherapie gegen Übelkeit und Erbrechen“ nicht anschlägt, können noch weitere Medikamente zum Einsatz kommen. Hierzu gehören Cannabinoide, Dopaminantagonisten, Benzodiazepine, Neuroleptika und Antihistaminika. 

Cannabinoide
Cannabinoide wirken über Cannabinoid-Rezeptoren im Körper, es sind bisher zwei Subtypen von Cannabinoid-Rezeptoren beschrieben worden, die einerseits im zentralen (Gehirn/Rückenmark) bzw. im peripheren Nervensystem lokalisiert sind. Der Wirkmechanismus von Cannabinoiden ist noch nicht vollständig aufgeklärt, aber durch Besetzung und Aktivierung des CB1-Rezeptors (z.B. durch Cannabinoide) an der präsynaptischen Nervenendung wird die Freisetzung von Botenstoffen gehemmt (z.B. Glutamat, GABA, Dopamin, Serotonin, etc. ). Dies führt letztendlich zu klinischen Effekten wie Hemmung von Erbrechen, Reduktion des Schmerzempfindens oder Appetitsteigerung.