Therapie

Die Behandlung der pulmonalen Hypertension war in den letzten Jahren Gegenstand intensiver Forschungen. Stand für früher für schwere Fälle nur das intravenös zu verabreichende Prostazyklinpräparat Epoprostenol zur Verfügung, so gibt es heute das subkutan verabreichbare stabile Prostazyklinanalogon Treprostinil (in den USA unter dem Namen Remodulin® zugelassen), das inhalativ verabreichbare Iloprost und die Endothelinrezeptorantagonisten Bosentan und Sitaxentan die oral eingenommen werden. Weitere Fortschritte in der Behandlung der pulmonalen Hypertension erwartet man sich von dem spezifischen Phosphodiesterase-Hemmer Sildenafil. Welche Behandlung für einen Patienten geeignet ist sollte in ausgewählten auf die Behandlung der pulmonalen Hypertension spezialisierten Zentren entschieden werden.
Mitunter kann es auch zielführend sein Medikamente zu kombinieren. Je nach Ursache und schwere der pulmonalen Hypertension sind auch chirurgische Eingriffe (Transplantation, Thrombenentfernung, Eingriffe am Herzen) mitunter zielführend.

Hinweise zur Einnahme von Medikamenten:
Informieren Sie sich über Ihre Medikamente und führen Sie eine Liste von den Präparaten mit sich, die Sie gegenwärtig verwenden. Nehmen Sie Ihre Medikamente täglich zum gleichen Zeitpunkt. Sollten Sie die Einnahme eines Präparates einmal vergessen haben, dann vermeiden Sie es das, durch die spätere Einnahme von z.B. einer doppelten Dosis auszugleichen. Nehmen Sie keine nicht rezeptpflichtigen Medikamete zu sich ohne vorher entsprechend mit Ihrem Arzt darüber gesprochen zu haben. Setzen Sie keine Therapie eigenmächtig ab.

Beim Auftreten folgender Probleme sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren:
Gewichtzunahme von mehr als 1 kg an einem Tag oder mehr als 2-3 kg in einer Woche.
Zunahme einer Schwellung im Bereich der Knöchel und Beine oder Zunahme des Bauchumfanges.
Verschlechterung der Atemnot, nächtliches Aufwachen bedingt durch eine Atemnot.
Starkes Schwächegefühl und Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Beginnende oder sich verschlechternde Zeichen einer Atemwegsinfektion oder zunehmender Husten.
Herzrasen mit einem Puls von über 120 Schlägen pro Minute. Belastungsabhängige Brustschmerzen und Unwohlsein, die sich in Ruhe bessern.
Atemnot bei der nur leichter körperlicher Anstrengung oder in Ruhe. Unruhe, Verwirrtheit, konstantem Schwindel, Übelkeit oder Appetitlosigkeit.

Folgende Probleme erfordern möglichst rasch eine medizinische Betreuung - der Notarzt oder die Sie behandelnde Spezialabteilung können da entsprechende Hilfe Leisten:
Komplikationen mit Pumpen und Kathetern wie zB dem Hickman Katheter zur intravenösen Verabreichung von Epoprostenol (Infektionen, Katheterverstopfung, Austritt von Infusionslösung oder Blut, Pumpendefekten).
Das Auftreten neuer Schmerzen in der Brust mit allgemeinem Unwohlsein vor allem dann, wenn das mit Atemnot, Schweissausbruch und allgemeiner Schwäche verbunden ist.
Anhaltendes Herzrasen mit 120 bis 150 Schlägen pro Minute oder mehr, vor allem wenn es in Verbindung mit Atemnot auftritt die sich in Ruhe nicht bessert.
Plötzliche Schwäche oder Lähmungserscheinungen in Armen oder Beinen.
Plötzliches Auftreten schwerer Kopfschmerzen.
Das Auftreten von vorübergehender Ohnmacht.