Chronisch myeloische Leukämie

Erkrankung

CML ist eine Form des Blutkrebses (Leukämie) die vorwiegend bei Erwachsenen vorkommt. Die Ursache der Erkrankung liegt in der Entartung von einer Stammzelle im Knochenmark. Diese vermehrt sich unkontrolliert und verursacht so die die überschießende Bildung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Das Blut wird zunehmend von weißen Blutkörperchen und deren Vorstufen überschwemmt. Das gesunde Knochenmark wird verdrängt. Durch die Abnahme der Bildung gesunder Blutzellen kommt langfristig zu einem Zusammenbruch des blutbildenden Systems.

Etwa 20% aller Leukämien sind chronische myeloische Leukämien. Pro Jahr erkrankt etwa einer von 100.000 Menschen an einer CML. Die Erkrankung betrifft vor allem Menschen mittleren Alters.

Zu Beginn der Erkrankung zeigt die CML einen schleichenden Verlauf. Die Symptome sind unspezifisch (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Vergrößerung von Leber und Milz mit Druckgefühl im Oberbauch) und so vergehen bis zur Diagnosestellung oft mehrere Jahre. Mit steigender Leukozytenzahl und zunehmender Beeinträchtigung des Knochenmarkes und der regulären Blutbildung verschlechtert sich der Allgemeinzustand. Anhaltendes Fieber und eine Verschlechterung des Blutbildes sind Hinweise auf ein Fortschreiten der Erkrankung.

Nach langem chronischen Verlauf geht die Erkrankung schließlich in eine akute, lebensbedrohliche Phase über. Das Blut wird von unreifen Vorstufen der Leukozyten den Myeloblasten überschwemmt. Der Verlauf dieser Phase gleicht dem einer akuten Leukämie.