Verhaltensregeln

Bei Vorliegen einer Polyzythämia vera haben die Betroffenen eine wenig beeinträchtigte Lebenserwartung. Aus diesem Grund ist für den Erhalt der Lebensqualität die Vermeidung sekundärer Erkrankungskomplikationen besonders wichtig. Das kann nur mittels einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Betroffenen und den behandelnden Ärzten und Pflegepersonal erreicht werden.
Komplikationen wie z.B tiefe Venenthrombosen, Lungenembolie, oder Lebervenenthrombosen lassen sich a) durch die strikte Einhaltung der Therapie und b) durch Verhaltensregeln wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr (besonders wichtig in Höhenlagen oder heißen Klimazonen) und Bewegung (z.B. während langer Flug- und Autoreisen), vermeiden.
Allfällige andere Risikofaktoren für das Auftreten von Herzkreislauferkrankungen (familiäre Neigung, Bluthochdruck, Störung des Lipidstoffwechsels, erhöhte Lpa Werte, erhöhte Homocysteinspiegel, Diabetes mellitus u.a.) sollten möglichst umfassend durch eine begleitende medikamentöse Therapie und angepasste Ernährungs- und Lebensgewohnheiten berücksichtigt werden. Wegen der möglichen Progression der Erkrankung sollten die Betroffenen regelmässig in einem spezialisierten Zentrum Kontrolluntersuchungen durchführen lassen.