Verhaltensregeln

Die meisten Patienten mit ET haben eine fast normale Lebenserwartung. Der Verlauf der Erkrankung wird in erster Linie von den thrombotischen, aber auch von den Blutungskomplikationen bestimmt. Das Risiko dieser Komplikationen ist bei Vorliegen von Herzkreislauferkrankungen deutlich erhöht.
Da es bei Patienten mit ET gelegentlich zu einer Progression der Erkrankung kommen kann, sollten sich diese unter allen Umständen in regelmäßigen Abständen in einem für die Behandlung von hämatologischen Erkrankungen spezialisierten Zentrum untersuchen und hinsichtlich allfällig notwendiger therapeutischer Maßnahmen betreuen lassen.
Auch bei jugendlichen Patienten, oder solchen die bisher noch keine Symptome hatten und nach Auffassung Ihres Arztes gegenwärtig auch noch keine Therapie benötigen, sind einfache Maßnahmen wie zum Beispiel die ausreichende Zufuhr nicht alkoholischer Getränke bei langen Flugreisen oder Höhenwanderungen oder der kritische Umgang mit Medikamenten wie zB. Schmerz- und Grippemitteln oder der Antibabypille sinnvoll.
Eine gesunde Lebensweise und Ernährung, die dem Alterungsprozess von Herz und Gefäßen entgegenwirkt ist ebenso geeignet das Auftreten von Erkrankungssymptomen weniger wahrscheinlich zu machen. Für die Entstehung von Thrombosen und Embolien gilt nämlich auch heute noch die Schrift des berühmten Berliner Pathologen Virchov, der für diese Erkrankungen die 3 Hauptursachen - Verlangsamung des Blutstromes,
Schädigung der Gefäßinnenwand und erhöhte Blutgerinnbarkeit -
1858 in seiner Schrift zur Zellularpathologie veröffentlichte.