Osteomyelofibrose

Erkrankung

Die Osteomyelofibrose ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks. Sie ist entweder eine eigenständige Erkrankung oder der Endzustand einer anderen myeloproliferativen Erkankung (essentielle Thrombozythämie [bis zu 25%], chronisch myeloische Leukämie, Polyzythämia vera [bis 20%]). Bei Vorliegen einer Osteomyelofibrose wird das Knochenmark zunehmend durch faserreiches Bindegewebe ersetzt. Für die vermehrte Faserbildung sind vermutlich Substanzen verantwortlich die von abnormen Blutplättchen und deren Vorstufen freigesetzt werden. Mit zunehmendem Verlust des Knochenmarks wird die Blutbildung in Leber und Milz ausgelagert. Dadurch schwellen diese Organe im Laufe der Erkankung oft beträchtlich an.

Die Symptome der Erkankung sind zum einen bedingt durch die Blutarmut, die mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Störungen der Blutgerinnung und vermehrter Infektanfälligkeit einhergeht. Das Anschwellen von Leber und Milz verursacht oft Oberbauchbeschwerden. Neben einer Vergrößerung des Bauchumfanges treten häufig Verdauungsstörungen (Durchfall, Verstopfung), Sodbrennen, Unverträglichkeit von z.B. fetten Speisen u.a. auf.