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Hämatologie und Onkologie
Proliferative Erkrankungen des blutbildenden Apparates
- Essentielle Thrombozythämie
- Bei der essentiellen Thrombozythämie kommt es zu einer ungezügelten Vermehrung einer kranken Stammzelle der Blutbildung. Dabei steht eine starke Vermehrung der Blutplättchen im Vordergrund. Begleitend können aber auch rote und weiße Blutkörperchen vermehrt vorkommen.
- Polyzythaemia vera
- Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome eher unspezifisch. Ein auffällige Rötung des Gesichtes erweckt mitunter sogar den Eindruck, dass der Betroffenen besonders gesund sei. Wenn die Zahl der roten Blutkörperchen ein kritisches Maß erreicht, dann nimmt die Fließfähigkeit des Blutes ab und es kommt zu Durchblutungsstörungen. Das führt in der Folge zu einer bläulichen Hautfarbe (Zyanose).
- Osteomyelofibrose
- Die Osteomyelofibrose ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks. Sie ist entweder eine eigenständige Erkrankung oder der Endzustand einer anderen myeloproliferativen Erkankung (essentielle Thrombozythämie [bis zu 25%], chronisch myeloische Leukämie, Polyzythämia vera [bis 20%]). Bei Vorliegen einer Osteomyelofibrose wird das Knochenmark zunehmend durch faserreiches Bindegewebe ersetzt.
- Chronisch myeloische Leukämie
- CML ist eine Form des Blutkrebses (Leukämie) die vorwiegend bei Erwachsenen vorkommt. Die Ursache der Erkrankung liegt in der Entartung von einer Stammzelle im Knochenmark. Diese vermehrt sich unkontrolliert und verursacht so die die überschießende Bildung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Das Blut wird zunehmend von weißen Blutkörperchen und deren Vorstufen überschwemmt. Das gesunde Knochenmark wird verdrängt. Durch die Abnahme der Bildung gesunder Blutzellen kommt langfristig zu einem Zusammenbruch des blutbildenden Systems.
